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Biogasanlage

In einer Biogasanlage wird organischer Abfall zu Biogas (Deponie- oder Methangas) verarbeitet, das dem Gasmotor (Aggregat) als Energiequelle dient. Die erzeugte Energie (Strom und Wärme) kann in der Anlage zum Teil selbst genutzt sowie in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist werden.

Die günstigen Eigenschaften der Betonbauweise erlauben den Einsatz als Aggregateeinhausung insbesondere aufgrund der hohen Schalldämmung, der Druckfestigkeit sowie der Langlebigkeit.

Die nach dem Kraft-Wärmekopplungsprinzip geregelte Wärmeabgabe erfordert eine ortsnahe Aufstellung. Diese zieht die Notwendigkeit einer optischen Integration in das Ortsbild durch eine angepasste Bauweise nach sich. Gleichzeitig werden an den Schallschutz hohe Anforderungen gestellt.

Die bebilderte Biogasanlage in Betonbauweise zeigt eine Einhausung der Aggregate, die ein Schalldämm-Maß R’w von ca. 47db erreicht. Höhere Anforderungen können durch Verstärkung der Wand- und Deckenstärken, sowie durch weitere Dämmmaßnahmen erfüllt werden. Diese schallabsorbierende Bauweise kommt z.B. bei Einsatz eines 500kW Aggregats ohne weitere Maßnahmen auf die vorgegebenen Schallgrenzwerte von 65dB in 10m Entfernung (Grundstücksgrenze / Anforderungen TA Lärm). Der mittlere Innenraumpegel in dem Betongebäude wird hierbei beispielsweise bei 105db(A) gemessen.

Durch Kombination mehrerer Raumzellen können auch 2MW-Aggregate in einem Gebäude in dieser Bauweise eingehaust werden.

Das in fugenloser Bauweise gefertigte Betongebäude wird als komplette Einheit auf das vorbereitete Gründungspolster direkt vom Transportfahrzeug montiert.

Nach Einbringung der Ausrüstungselemente, des Kamins und des Aggregates durch den Anlageninstallateur erfolgt die Montage der Dachplatte.

Das Wannenflachdach ist zur Aufnahme von Ausrüstungssegmenten, Rückkühlern und Lüftungsaufsätzen vorgerichtet. Auflagerflächen, Aussparungen und Aufkantungen sind integriert.

Als Türen kommen doppelwandige Stahltüren, schalldämmend nach DIN EN 20140 zum Einsatz.

Ein demontierbares Wandsegment im Giebel ermöglicht die Durchführung eines Aggregatewechsels. Eine Demontage des Dachelementes, verbunden mit Ausrüstungsdemontage, ist somit nicht zwingend erforderlich.

Ein unter der Decke vormontierter Stahlträger dient zur problemlosen Aufnahme von Hebezeugen für Wartungsleistungen.

Die Betonbau-Bauweise entspricht dem Stand der Sicherheitsregeln für Biogasanlagen lt. dem Fachverband Biogas e.V. (Brandschutz DIN 4102, Wasserhaushaltsgesetz, Betongüte DIN 1045-2)

Eine nachträgliche Betonüberhausung bereits realisierter Bauvorhaben in anderen Bauweisen ist bei Schallüberschreitungen möglich.